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Munich Re in die Verlustzone gerutscht


05.08.2011
Raiffeisen Centrobank

Wien (aktiencheck.de AG) - Jörn Lange und Aaron Alber, Analysten der Raiffeisen Centrobank, stufen die Aktie von Munich Re (ISIN DE0008430026 / WKN 843002) auf "halten" hoch.

Munich Re weise trotz der Belastungen durch das Kapitalmarktumfeld und die Naturkatastrophen des ersten Halbjahres eine sehr solide Bilanz auf. Die Dividende (EUR 6,25) erscheine längerfristig gesichert. Die Dividendenrendite sei attraktiv, aber die Bewertung im Sektorvergleich nicht mehr günstig.

Das Erstversicherungsgeschäft bleibe auf absehbare Zeit eine Baustelle. Insbesondere das Deutschlandgeschäft sei weiterhin problematisch. Allerdings biete ERGO durch die Optimierung der Markenpolitik Restrukturierungspotenzial. Der Preisdruck im Sach- und Rückversicherungsgeschäft habe aufgrund der zahlreichen Schadenfälle in diesem Jahr nachgelassen. Deutliche Preiserhöhungen würden die Analysten außerhalb der betroffenen Segmente nicht sehen.


Munich Re sei als größter Rückversicherer der Welt von jeder größeren Naturkatastrophe betroffen. Daher sei das Unternehmen angesichts der Häufung von Erdbeben und Stürmen im ersten Halbjahr in die Verlustzone gerutscht. Das Management habe zwar im aktuellen Halbjahresbericht noch den Ausblick für ein positives Gesamtjahresergebnis bestätigt.

Allerdings sei die wichtige Hurrikan-Saison noch nicht überstanden. Doch auch wenn hier noch weitere Schäden drohen würden, so sei Munich Re aufgrund des defensiven Geschäftsmodells, der soliden Bilanzqualität und des guten Risikomanagements auf diese Belastungen vorbereitet. Die Kapitalreserven sollten zudem weiterhin die Zahlung der Dividende ermöglichen. Die Aktie bleibe somit ein solides Investment.

Nach dem deutlichen Kursrückgang im vergangenen halben Jahr heben die Analysten der Raiffeisen Centrobank ihre Empfehlung für die Munich Re-Aktie wieder auf "halten" an. Für einen Kauf würden den Analysten jedoch derzeit noch die Treiber fehlen. (Analyse vom 04.08.2011) (05.08.2011/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




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